Ein Märchen von Hamburger Kuddel.
Levitoo und
der weise Rabe Sapio, Vogel der Weisheit.
-----…….-----…. einst
überflog der weise Raben-Vogel Sapio die so hohen Burgschloss-Turmspitzen
einer großen
und einer äußerst schön anzusehende und großartigen Weltenstadt.
Jedoch nach
langem Hin und Her-Flug setze sich der weise, schwarz-glänzende Rabe Sapio,
sich dann doch auf einer der höchsten Türme, von jener riesengroßen und
überkräftigen Felsenburgschloss-Mauer. Von worauf der weise Rabe Sapio die
Gesamtübersicht vom jetzigen Landesfürsten Levitoo hatte, der in den vielen übergroßen, so prächtig-goldenen und hohen
Sälen mit den prachtvollen, so traumschönen Lüster ausgestattet, hart und äußerst erbarmungslos;
total regierte.Der schwarze
Vogel, dieser Rabe Sapio, Vogel der Weisheit, hatte ihm Jahrzehnte zuvor, als
der Regent noch ein Knabe, von äußerst zierlicher und schlanker, zerbrechlicher
Statur war, sich abmühte in verschneiten und ärmlichsten Gassen, um Anerkennung
und Lob und sich durchboxte und auch gar immer wieder sich prügelte mit anderen
Gassenjungen. Dort postierte der Rabe sich damals auf einem vereisten
Hydranten, der neben einer uralten, flackernden und diffusen, vom starken
Eisregen umwobenen - gusseiserne Gaslaterne stand. Als nun jener, so
schmächtige und gar blasse junge Knabe Levitoo mit hängenden Schultern und steif gefrorenenFingern und
auch Löcher in den Schuhen und hungernd und bibbernd an dem Raben Sapio im
halbdunklen Schein der Laterne vorbei schlich, krächzte dieser Göttervogel
überlaut, dem vor Kälte und Jammer so bibbernden, mit so bläulichen Lippen
vorbeihuschenden, so überzarten und knochigem, jenem bleichen Knaben zu:He, höre mir
gut zu:Der kleine
Levitoo, erschrocken und erstarrt er aufhorchte, du, ja du Levitoo: Höre, ja du bist auserkoren vom höheren
Schicksal, dein Los wird es sein, wenn du die Menschen so behandelst, wie du
dich selber gerne sehen würdest, dann sage ich dir, hier, jetzt und heute:Ergreife die
große Chance, gehe hin und beginne, es werden die Deinen dich sodann ehren und
lieben. Doch eins
bedenke sehr und stets und immer und hüte gar sehr,sehr sorgsam
deinen Weg, den du wählst, sehr gut und wohlgemut; kleiner Knabe Levitoo; du so
blasser und frierender Junge, das gebe ich dir hiermit sodann noch auf dem Weg.Denn du
trägst das Gute zwar in dir, tief drin im Inneren, das du jedoch stets neu
aktivieren musst,darauf gebe
gar stets groß acht und verlasse diesen Weg gar niemals, nicht einen Moment,
nie nicht, das sage ich dir hiermit überdeutlich,sorge aber
immer dafür Klein-Levitoo, denn die Kraft hast du dafür mitbekommen, dass du die
ganze Welt im frohen-heiteren Sonnenlicht erglänzen lässt. Dieses bejahte der
so schmächtige und auch etwas erschrockene und erstaunte, vor Kälte zitternde
Klein-Levitoo sofort, einst mit großer und auch tiefster innigster und echter
Überzeugung, mit Inbrunst und außerordentlicher großen Leidenschaft, dem Raben-Vogel Sapio gegenüber..Daraufhin,
als er nun heranwuchs, es vergingen jedoch noch Jahre, aber diesen Gedanken in
sich felsenfest, unumrückbar verankert, glaubte und so auch stark in ihm
festigte, ging es ihm,
dem Klein-Levitoo, von Mal zu Mal besser. Er stiegt peu à peu
auf und er bekam von den Weisen seines Landes, die zwischenzeitlich ein
Auge auf ihm geworfen hatten, wegen seiner Großsicht, letztendlich den großen
Auftrag, sich in anderen und ihm äußerst fremden Ländern, sehr gut einmal
umzuschauen;um daraus
Erkenntnisse und später zur Weisheit im großen Ganzen zu erlangen. Dies gefiel
dem früheren Knaben, dem aber zwischenzeitlich erwachsendenjungen Mann
Levitoo bestens und auch außerordentlich, endlich konnte er mal Befehle geben
und sie wurden auch gar ausnahmslos befolgt.Er hatte
sich empor geschwungen, aus den allertiefsten,den gar
untersten Bevölkerungsschichten, steil nach oben gebeamt, noch befolgte er dendamaligen so
weisen und gar warnenden Spruch des solonischen Raben, dem Göttervogel, wenn
auch sowohl immer etwas gar unwilliger.Es gärte und
rumorte in ihm, immer öfters, dieses nun hatte dem Regenten Levitoo, eine noch
so unbekannte, übergroße und nervöse und so fiebrige Unruhe in ihm gar
ausgelöst und erweckt.Doch noch
hielt er seine schattenhaften, nebulösen Pläne geheim, die vor seinem geistigen
Auge, unaufhörlich-neblig hin und her waberten, im Gegenteil, er lächelte noch
zu allem großzügig und ebenso gar elegant, wie gar charmant . Dieses gehörte
zunächst noch zu seinem unbändigen, so äußerst listigen Plan, sein Umfeld
musste und sollte doch erstrahlen,um all die
Menschen um ihn herum, an der Nase herumführen zu können, es warbrillant
ausgefochten, das die Menschen, wenn sie ihn sahen, applaudierten und hofierten
und begannen ihm zu huldigten; so war es nach seinem Geschmack und auch von ihm
sehnlich erdacht und auch heimlich schon mal sogar gesteuert und überdacht.So bediente
er sich immer mehr ausgeklügelte und äußerst raffinierte, kaum durchschaubare
Lügen, die von vielen anderen nicht erkannt wurden. So äußerst raffiniert und
listig verpackt, dass er es sodann als ein feines Geschenk an den Menschen
deklarieren konnte.So kam es,
wie es kommen musste, er bekam aus seinem Heimat-Landeden Auftrag,
dass der alternde Wesir nun nicht mehr die Feder führen möchteund so er,
der einstige ärmliche Knabe, das Riesenreich nun regieren und übernehmen solle.So wurde es
mit einem Prunk und Gloria gefeiert, wie es die Welt noch nicht und nienicht
gesehen hatte, sämtliche Prachtsäle waren mit den allergrößten Kostbarkeitenausgestattet
und so stolzierte der Levitoo, wie in einer Operettengala über den rot-goldenen
verzierten und dicken, weichen Teppich, und von beiden Seiten gekrönt, die
allerhöchsten Herrschaften des Landes, angeordnet von ‚Oben‘ den Regenten
Levitoo, hochleben zu lassen. Sämtliche Kristallkronleuchter auf Hochglanz
poliert und die Burgschlossleuchten und Kandelaber erstrahlten im allerhellsten
Schein und spiegelten sich im Marmorboden, wie auch kostbaren Seidenwänden
glänzend wieder,und es ging
ein Hauch von Glanz durch die großen Bogenfenster des Burgschlosses nach draußen, auf dem feucht-kalten
Straßen-Pflaster, wo es dann
ein wunderschönes, strahlendesfreudiges-traumschönes Muster warf, aber gar nur
wenige es gar bestaunen konnten. Denn gar das gesamte Augenmerk war auf den
neuen Regenten Levitoo abgestimmtund auch so
nur gewünscht, Abweichungen wurden sofort mit drastischen Maßnahmen geregelt,
wie auch äußerst heimlich, fast unsichtbar vor der Masse sofort unterbunden.Und das
allgemeine, meist hungernde Volk konnte in diesem Riesenreich, wie es schon
immer war, nur von weitem, wenn überhaupt gar, daran teilhaben, an diesen
unglaublichen, dieser gar schieren und überhohen, so unglaublichen-gigantischen
Pracht, gar je ermessen zu können.So die Zeit
verging und nach all dem, von ihm inszenierten Täuschungen, weltweit
propagandistischen Verherrlichungen, besann der Regent sich nun seiner einst so
berauschender und gieriger Machtansprüche. Vergessen ist der so achtsame und
vereinbarte Spruch vom Vogel der Weisheit, vom Göttervogel Sapio,Im
Gegenteil, es tobt in seinem Inneren der Neid, Gier und Habsucht, und
Heuchelei, alles gekrönt vom unsäglichen Fanatismus und unsagbaren übergroßen
und gigantischen Hochmut; dazu kam dann noch sein pathologisches Phantastica.
(Lügen etc.) So beschloss der Regent sich peu à peu umzusehen, sich
auszubreiten und in seinen Größen weiter zu wachsen. Dieses Wort: Wachsen, ja
wachsen, wachsen waberte in ihm, von morgens bis abends in seinem
unruhigen-hungrigen und so verwirrten Hirn, hin und her und ließ keinen anderen
Gedanken mehr groß zu. Er fühlte sich zubeengt in
seinem so Überkolossalen-Großreich und so beschloss er, sich zu nehmen, was er
für richtig hielt. Er war der Meinung, es stehe ihm zu und er will sich
durchsetzen, trotz allem sogar, auch wenn dabei alle Völker großen Schaden gar
erleiden, oder des Hunger und der Kälte die Menschen vor sich hin vegetierten.
Als absolute Krönung,um seine
Macht zu bestärken und noch weiter größer auszubauen, ließ er, sozusagen, Pech
und Schwefelherabregnen,
für all die, die nicht seiner Meinung waren, um sich so noch weitere Länder zu
bemächtigen; aber auch, dass Menschen einfach verschwanden und nie wieder
gesehen wurden. Doch da war nun die Schwelle der Menschlichkeit, des ganzen
Menschseins, endgültig und überaus groß, gar total überschritten.Nicht nur
das Schicksal, auch jenem Vogel der Weisheit hatte er, der Regent Levitoo bewusst,seiner inneren
Gier, ihm gar völlig außer Acht gelassen. Kein Augenmerk auf die weißen Tauben,
sie fliegen schon lange nicht mehr über die Schlossburg, ihre sonst so schönen
weißen Flügel sind angebrochen. Das Grün der sonst so saftigen
Lebens-Ginkgo-Blätter, in den Schnäbeln der Tauben, hatte die Farbe des totalen
Verfalls angenommen.Eine
morgentaugroße Wolkenträne fällt platschend herab, auf die nun staubüberzogenen
Straßen, Parks und Wälder und letztendlich auch auf jenem Schloss; einst voller
Pracht, Glanz und so großer Macht. Schon mindert sich der Glanz, irgendwie
scheint es bei genauer-feiner Betrachtung,als wenn ein
unabwendbarer Schleier vom dunklen, schwarzen Ruß alles peu à peu, einst so Glänzendes gar
unwiederbringlich überzieht.Nun saß der
Rabenvogel auf der höchsten Spitze und kuckte über das Burg-Schloss und
erspähte dabei kreisende, große dunkle Vögel und bei näherer Betrachtung
bemerkte der Göttervogel Sapio, das es wohl die Geiervögel sind, die über das
riesige Reich sich nun gar aufgeschwungen haben. Vögel der absoluten Reinigung,
die in Vorheraus sehen und spüren wie einst, ein gar so brillierender und so
junger Mann mit großer Energie und nun als Regent mit äußerst toxischer
Regierungsmacht, von seinem extremen Hoch ins absolute Tief, langsam, aber doch
unaufhörlich, scheinbar hineinzugleiten schien.Das Glück
verließ ihm zu der Zeit, als er die Macht all zu groß gar missbrauchte und die
Völker sehr zu leiden begannen. Er erkannte die Zeichen der Warnung nicht und
sein Karma erreichte so den gänzlichen totalen Tiefpunkt, so kam es, wie es
kommen musste. Die ersten Anzeichen, Levitoo stand an einem der hundert
übergroßen, hohen Fenster und schaute über sein riesiges Großreich und er
missachtete seine Bewegungsungleichheit wieder einmal, da ihm die pathologische
Gier übermannte.Noch
abwartend hockt der Rabe Sapio, der Vogel der Weisheit, wie einst auf dem
vereisten Hydranten damals, unter der trüben Gaslaterne, nur jetzt mit anderen
Vorzeichen. Nun jedoch auf der hohen mit vergoldenden Statuen versehenen
Burg-Schloss-Mauer, den langsamen Abgang eines so brillierenden und doch
erwartungsvollen, einst jungen Mannes Levitoo. Einstmals so frischen Geist der
Verständigung und Wohlwollens und Wohlstand im Gepäck, wie der Rabe Sapio
damals gar so erhoffte, nun aber als ein Regent Levitoo, mit äußerst
landesübergreifender und äußerst vernichtender, totaler extremer, toxischer
Regierungsmacht. Doch seine Macht wird gar nun schwinden, praktisch über Nacht,
bevor es im bewusst, bevor er noch gar richtig nachgedacht.Die Geier,
Vögel der absoluten Reinigung, kreisen schon über Burg und Weiher und die Welt
wartet schon auf das danach, für die große Welten-Friedensfeier und sodann ist
es nur noch Geschichte, vom boshaften Fürsten der grausamsten und absoluten Finsternis,
von einst so gar so erhofften, segenbringenden Regenten.Einzig der
Göttervogel Sapio konnte es immer noch nicht erfassen, das einst ein zarter und
so armer Knabe mit den allergrößten Chancen unserer eigentlich doch so
wunderschönen Welt, alles für die große Gier und Macht und Prunk und
Fanatismus, so nun sein Versprechen gar grob-schändlich damit gebrochen hatte.
Und als der Rabe Sapio, der weise Göttervogel noch so überlegte und ihm dabei
eine so große Träne über sein schwarzes, glänzenden und reflektierendes
Gefieder rollte, bis hin auf seine Füße, kam er zur Erkenntnis. Der Mensch ist
schwach und anfällig und wird es wohl auch bleiben, für immer und ewig, wenn
nicht das Schicksal immer wieder gnädig und die gesamte Menschheit in ihrer
Gesamtheit jedes Mal wieder, aus ihrer selbstverschuldeten, misslichen Lage
helfen würde. ANNO: Dez.
2023.Hamburger
Kuddel. (GoogleBar)
…. einst
überflog der weise Raben-Vogel Sapio die so hohen Burgschloss-Turmspitzen
einer großen
und einer äußerst schön anzusehende und großartigen Weltenstadt.


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